Die Frage hinter der Frage
Wer sich zwischen Shopify, Shopware und Eigenentwicklung entscheiden will, fragt eigentlich nach drei Dingen: Wie schnell kann ich starten? Wie viel Kontrolle behalte ich? Und was kostet das auf fünf Jahre gerechnet?
Die ehrliche Antwort: Es gibt keine Plattform, die alle drei Fragen am besten beantwortet. Es gibt nur die Plattform, die zu Ihrem Geschäftsmodell passt.
Shopify: Das schnelle Pferd
Shopify ist die richtige Wahl, wenn Sie in 6–10 Wochen live sein wollen, ein klares Sortiment haben und Wert auf Conversion-Optimierung legen. Die Plattform ist reif, das Theme-Ökosystem ausgereift, und die Headless-Frontends mit Hydrogen oder eigenen Stacks lassen sich heute richtig ernsthaft betreiben.
Wo Shopify weh tut: B2B-Preislogiken, mehrsprachige Märkte mit unterschiedlichen Sortimenten, komplexe ERP-Schnittstellen und alles, was tief in Lagerverwaltung oder Produktkonfiguratoren reingeht. Hier wird's schnell teuer — oder unmöglich.
Sie wollen Shopify im Detail bewerten? Auf unserer Shopify-Seite finden Sie Cases, Stack-Empfehlungen und Preisrahmen.
Shopware: Der Mittelweg
Shopware 6 ist die richtige Wahl, wenn Sie B2B betreiben, eigene Hosting-Hoheit wollen und die Datenmodelle Ihres Sortiments außergewöhnlich sind. Konfigurierbare Produkte, gestaffelte Preise, kundenindividuelle Sortimente — das alles ist hier zuhause.
Wo Shopware weh tut: Initiale Investition, Entwicklungsdauer und der Bedarf an einer Agentur, die wirklich beide Welten kann (Frontend + Backend). Wer "schnell mal einen Shop launchen" will, ist hier falsch.
Eigenentwicklung: Die Königsklasse — und der Holzweg
Eine eigene Plattform lohnt sich für eine Handvoll Geschäftsmodelle: Marktplätze mit Anbieter-Logik, Subscription-Engines mit komplexen Lifecycle-Regeln, hochgradig konfigurierbare Industrieprodukte. Alles andere ist 2025 ein teurer Holzweg.
Die Total Cost of Ownership für eine Eigenentwicklung über fünf Jahre liegt nach unserer Erfahrung zwischen 250.000 € und 1,2 Mio. €. Wer das nicht in der Bilanz abbilden kann, sollte eine Standardplattform nehmen.
So entscheiden wir mit Ihnen
In einem ersten Workshop schauen wir auf vier Achsen: Sortimentskomplexität, Markt-Footprint, Backend-Anbindungen und Time-to-Market. Daraus fällt die Plattformwahl meist nach 90 Minuten — nicht weil wir schnell sein wollen, sondern weil die Kriterien klar sind, wenn man sie kennt.
Egal welche Plattform: Wir bauen, hosten, optimieren und betreiben. Aus Siegen und Butzbach — ohne dass Sie zwischen drei Dienstleistern jonglieren müssen.